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Todesfall im Umfeld von NSU-Zeugen

Nachdem im März vergangenen Jahres die NSU-Zeugin Melisa M. an einer Lungenembolie verstorben war, traf der Tod nun Sascha W., einen weiteren Ex-Freund von M. Er hätte sich ebenso wie zuvor Florian H. den Tod selbst beigebracht heißt es in Ermittlerkreisen. Damit ist nun bereits der 4. Zeuge im NSU-Verfahren innerhalb kurzer Zeit gestorben.

Die Leiche von Sascha W. wurde am 8. Februar 2016 gefunden. Die Untersuchung ergab, dass ein natürlicher Tod ausgeschlossen werden kann. Allerdings konnten die Ermittler keine Hinweise für eine Fremdeinwirkung finden. Daher gehen sie von einem Suizid aus.

Diese Ereignisse lassen natürlich viel Raum für Spekulationen, zumal, wenn man sich beispielsweise den Skandal um die geschredderten Verfassungsschutzakten vor Augen führt. So kursierten bereits beim Todesfall von Florian H. Theorien im Internet, die an Geheimdienstkomplotte erinnern. Demnach sei H. ein Zeuge gewesen, der gewusst haben will, wer die Polizistin Michèle Kiesewetter wirklich erschossen hat. Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt habe er dabei als Täter ausgeschlossen. Nur kurze Zeit nach dieser Aussage sei H. dann in seinem Auto verbrannt.

Beim aktuellen Todesfall von Sascha W. handelt es sich allerdings nicht um einen direkten NSU-Zeugen. Zum NSU verbindet ihn einzig und allein seine Beziehung zu der oben erwähnten Zeugin Melisa M. (mbr)

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