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Sind CSU-Politiker und Kulturmarxisten inzwischen Brüder im Geiste?

Christian Schmidt. Bild: BMEL/phototek.net/Michael Gottschalk

von Max Briese //

„Flüchtlingskrise“ – Während man Frau Merkel in der Flüchtlingspolitik die Kompetenz abspricht, scheinen viele Bürger neben der AfD auch in der CSU noch immer eine durchaus wählbare Alternative zu sehen. Schließlich habe die CSU mit Horst Seehofer der Kanzlerin doch klar die Stirn geboten. Doch ist diese populistische Masche der CSU-Spitze wohl eher strategisch begründet, aus Angst davor, Stimmen künftig an die AfD abgeben zu müssen. In Wirklichkeit scheinen auch vermeintlich „konservative“ CSU-Politiker inzwischen dem allgemeinen linksliberalen Mainstream zu folgen.

So plädierte beispielsweise der Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) kürzlich im Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ für eine vermehrte Unterbringung von „Flüchtlingen“ auf dem Lande. Seine Forderung begründete er damit, dass sich die „Flüchtlinge“ in der ländlichen Region besser „integrieren“ lassen, als in der anonymen Großstadt. Als Beispiele nannte er auch Gegenden im Osten. So wolle er auch in Sachsen-Anhalt, wo die AfD bei den letzten Landtagswahlen besonders gute Wahlergebnisse erzielte, keine Ausnahme machen.

Schon allein an dieser Ausführung Schmidts ist zu erkennen, dass „die da oben“ dem Volkswillen offensichtlich wenig Gehör schenken. Aber nicht nur die Ignoranz gegenüber dem Volk ist interessant, sondern ebenso der Umstand, dass diese Forderung einer Vorstellung ähnelt, die von einer Person geäußert wurde, deren politische Überzeugungen eigentlich auf der linken Seite angesiedelt zu sein scheinen. Die Rede ist von Anetta Kahane, ehemalige Stasi-Mitarbeiterin („IM Victoria“) sowie Präsidentin und Initiatorin der „Amadeu-Antonio-Stiftung.“ So hatte es Kahane bereits im August 2012 als problematisch bezeichnet, dass der Osten des Landes nicht nur „ausländerfrei, sondern weiß“ geblieben sei, ein Problem, gegen das lokale Autoritäten „aktiv werden sollten“.

Die Übereinstimmung von Schmidts und Kahanes antideutscher Agenda liegt vermutlich auch daran, dass sich beide Politiker in internationalen Netzwerken und NGOs mit ähnlichen, kosmopolitischen Zielsetzungen engagieren. So ist Christian Schmidt als überzeugter Atlantiker beispielsweise Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. und sitzt außerdem im Beirat des American Jewish Commitee. Andererseits zeichnet Anetta Kahanes „Amadeu-Antonio-Stiftung“ wiederum eine Mitgliedschaft beim globalen Netzwerk WINGS (Worldwide Initiatives for Grantmakers Support), das sich für „globale Philanthropie“ einsetzt und u.a. von der Rockefeller Foundation finanziert wird.

Sind CSU-Politiker und Kulturmarxisten inzwischen Brüder im Geiste? Das Beispiel zeigt jedenfalls, dass es offenbar zunehmend egal wird, wer vom etablierten Fünfparteienkartell gerade am längeren Hebel sitzt.

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