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„Wir holen uns unser Land zurück!“

"Merkel muss weg!": Demonstration am 7. Mai 2016 in Berlin

BERLIN. Die Demonstration „Merkel muss weg“ läuft erneut durchs Berliner Regierungsviertel – Was vor einigen Jahren noch undenkbar erschien, fand am gestrigen Sonnabend nun zum zweiten Mal in kurzer Folge statt: hunderte patriotische Aktivisten und Bürger versammelten sich am Berliner Hauptbahnhof, um gegen die Asyl- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und für eine politische Wende in Deutschland und Europa zu demonstrieren.

Als Redner traten u.a. der deutsch-italienische Patriot Graziani, der politische Aktivist Manfred Rouhs (Pro Deutschland) sowie eine junge Mutter aus Wuppertal auf („zusammen werden wir diesem Alptraum ein Ende bereiten, wir holen uns unser Land zurück!“). Eine besonders emotionale und betont russland-freundliche Rede wurde vom Schweizer PEGIDA-Aktivisten Ignaz Bearth vorgetragen (>>> Video-Mitschnitt, 04:52 Min.).

Unter den Rufen „Lügenpresse“, „Widerstand“ und „Wir sind das Volk“ führte der Demonstrationszug anschließend mitten durchs Berliner Regierungsviertel und endete schließlich am Bahnhof Friedrichstraße. Zwar blieb die Teilnehmerzahl mit ca. 2000 Personen weit unter den Erwartungen zurück (bei der ersten Demonstration „Merkel muss weg“ im März waren es noch ca. 5000 Teilnehmer gewesen). Andererseits gelang es den antideutschen Anarchisten und „antifaschistischen“ Gegendemonstranten auch dieses Mal nicht, die patriotische Veranstaltung nennenswert zu stören oder gar zu blockieren.

Die antideutsche Gegendemonstration war unter dem Motto „für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ mit ca. 8000 Teilnehmern am Hackeschen Markt gestartet. Stark vertreten waren neben SPD und Linkspartei auch die Grünen, die unter anderem ihren Bundesvorsitzenden Anton Hofreiter ins Rennen schickten. Durch den Einsatz eines Party-Wagens („Raven gegen Nazis“) war es den Veranstaltern offenbar gelungen, neben aktiven „Antifaschisten“ auch eine weniger demo-affine Gefolgschaft anzulocken, meist handelte es sich dabei um unbedarft erscheinende Schüler und Studenten.

Zwar riefen die Jugendlichen immer wieder den bekannten Slogan „Refugees are welcome here“, doch waren tatsächlich nur vereinzelt fremdländisch aussehende Menschen bzw. „Migranten“ im Zug der „Raver“ auszumachen. So zeigte sich bei sommerlichen Temperaturen erneut, dass die stark polarisierende Auseinandersetzung um Heimat und Identität v.a. eine innerdeutsche Angelegenheit ist, an der beispielsweise die Berliner Türken kaum wahrnehmbares Interesse zeigen. (jsc)

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