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Unternehmen „Barbarossa“

von Max Briese //

Erneute Prüfung der These vom „deutschen Überfall“ – Am 22. Juni 1941 begann die deutsche Wehrmacht ihre Offensive gegen die damalige Sowjetunion. 75 Jahre später werden wir in Rundfunk, Presse und Fernsehen wieder gebetsmühlenartig die These vom deutschen Überfall vernehmen dürfen. Auch „Volksvertreter“ sowie Politiker a la Coleur, wie Kanzlerin Angela Merkel, werden dabei wieder die Gelegenheit finden, um den Deutschen eine ewige Schuld einzubleuen.

Fakten, die die These vom „Deutschen Überfall“ widerlegen, werden dabei natürlich auch 75 Jahre später systematisch ausgeblendet. Trotz unzähliger Werke, die von namhaften Historikern, wie Viktor Suworov, Prof. Werner Maser, Dr. Joachim Hoffmann und Dr. Stefan Scheil vorgelegt wurden, werden entgegenstehende Thesen noch immer gekonnt ignoriert oder gar als „rechte Propagandawerke“ denunziert.

Prof. Werner Maser nutzte beispielsweise in seinem Werk „Der Wortbruch – Hitler in Stalins Kalkül“ die Unterlagen der militärischen Aufklärung, deren Inhalt mitunter auf Befragungen von russischen Kriegsgefangenen basierte. Dennoch wurde das Buch von der bundesrepublikanischen Historikerzunft abqualifiziert: So argumentiere er „ohne Belege und neue Dokumente“, hieß es in einer „wissenschaftlichen“ Rezension. Außerdem führe er einen Amoklauf gegen 40 Jahre Fleißarbeit, wobei er Literatur der letzten 30 Jahre verschweige bzw. ignoriere, oder sie gar abwerte.

Doch gut ein Jahr vor dem 75. Gedenktag des deutsch-sowjetischen Krieges erschien ein Werk, welches sich erneut der „Kriegsschuldfrage“ widmet. Es handelt sich hierbei um das Werk eines ehemaligen Generalmajors der NVA mit dem Titel „Deutschland im Visier Stalins – Der Weg der Roten Armee in den europäischen Krieg und der Aufmarsch der Wehrmacht 1941 – Eine vergleichende Studie anhand russischer Dokumente“. Der Vorwurf der einseitigen Nutzung deutscher Archivalien ist kaum haltbar, da der Autor Dr. Bernd Schwipper hauptsächlich russische Akten auswertet. Dabei gelangte der Wehrwissenschaftler zur Schlussfolgerung, dass die ehemalige Sowjetunion energisch einen Feldzug gen Westen vorbereitete.

Dies weist er u. a. daran nach, dass die Maßnahmen der Infrastruktur, der Verkehrserschließung nach Westen, der Neugestaltung der Kommandostruktur, der Ausbildung, der Regelung rascher Mobilmachung und der Kriegsbevorratung aufeinander abgestimmt waren. Wie Schwipper herausfand, waren all diese Maßnahmen an eine zeitliche Frist gebunden und hatten definitiv keinen Defensiv-Charakter. Schon allein die Anlage von Flugplätzen für Fernbomber oder die Errichtung von Vorratslagern nahe der deutschen Grenze sprechen gegen reine Verteidigungsmaßnahmen. Des Weiteren beschreibt Schwipper, dass die Sowjetunion Juli 1941 für einen Angriff ins Auge fasste. In seinem Werk werden sogar Thesen von Suworow bestätigt, wonach die russische Donauflotte weit nach Westen vorgezogen worden war, weshalb sie gleich zu Beginn der „Operation Barbarossa“ zerstört worden ist.

Aus der politisch-korrekten Historikerkaste war zu diesem Werk in den Medien weder positiv noch negativ kein einziges Wort zu vernehmen. Eventuell haben Zeitgeisthistoriker nach der Studie von Dr. Schwipper jetzt Schwierigkeiten, die Präventivkriegsthese zu zerlegen und die These vom deutschen Überfall noch aufrecht zu erhalten, weshalb das Werk vor der breiten Öffentlichkeit lieber gleich ganz verschwiegen wird. Die Rezensionen, die bisher erschienen sind, waren durchweg positiver Natur.

Bernd Schwipper: Deutschland im Visier Stalins. Der Weg der Roten Armee in den europäischen Krieg und der Aufmarsch der Wehrmacht 1941. Eine vergleichende Studie anhand russischer Dokumente, Druffel & Vowinckel, ISBN: 3806112495

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