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AfD im Visier der „Facebook-Stasi“: Amadeu Antonio Stiftung legt Social-Media-Bericht 2015/2016 vor

Anetta Kahane

BERLIN – Gestern stellte die Amadeu Antonio Stiftung in Berlin ihren ersten Bericht zum Social-Media-Monitoring vor. Titel: „Rechtsextreme und menschenverachtende Phänomene im Social Web“. Beklagt wird durch die Vorsitzende der Stiftung, Anetta Kahane („IM Victoria“), „dass sich die Hetze in den sozialen Medien weiter zuspitzt“.

Auch will Kahane eine „gefährliche Querfront aus unterschiedlichsten politischen Spektren“ ausgemacht haben, „die aber zunehmend einen gemeinsamen Nenner finden und das ist der Hass gegen das System“. Im Fokus der Analyse steht dabei offenbar die AfD: So kommt einer der Autoren der Studie, Johannes Baldauf, zum Schluss, dass die AfD nun erntet, „was NPD und andere rechtsextreme Gruppen seit mehreren Jahren gesät haben“.

In diesem Zusammenhang sagte Kahane bereits am 2. Juni im Interview mit der kulturmarxistischen Tageszeitung „Weser-Kurier“ aus Bremen: „Das Querfront-Denken ist nicht neu. Was mich beunruhigt ist, dass durch die Querfrontbewegung so hohe Wahlerfolge der AfD möglich geworden sind. (jsc)

Hintergrund:

Der Monitoringbericht 2015/16 wurde im Rahmen des Projektes debate_dehate (früher no-nazi.net) der Amadeu Antonio Stiftung erstellt und durch das Bundesprojekt „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Freudenberg Stiftung gefördert.

Besonders scharfe Kritik zog die Amadeu Antonio Stiftung Ende April auf sich, nachdem ihr Engagement im Rahmen einer von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) gegründeten „Task Force“ zum Thema „Hassbotschaften im Internet“ bekannt geworden war. Nach Information des Tagesspiegel-Redakteurs Frank Jansen hätten „Rassisten“ daraufhin behauptet, die Stiftung sei als „Facebook-Stasi“ aktiv.

2 Kommentare zu AfD im Visier der „Facebook-Stasi“: Amadeu Antonio Stiftung legt Social-Media-Bericht 2015/2016 vor

  1. rechtskundiger // 26. März 2017 um 22:20 // Antwort

    an symptomen herum zu pfuschen brachte noch nie heilung.beseitigung der ursachen
    von pegida,reichsdeutschen u.s.w. ist der richtige weg.

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    • Genau, wenn die etablierten Politiker die Interessen des eigenen Volkes vertreten hätten, wäre eine Bewegung wie Pegida gar nicht notwendig gewesen. Aber leider wurde viele Jahrzehnte eine Politik gegen das eigene Volk betrieben. Jetzt müssen wir die etablierten Politiker austauschen, bevor sie das Volk austauschen (Elitenwechsel)

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