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Geschichtspolitische Debatte um Berliner Holocaust-Mahnmal – Höcke spricht von „Denkmal der Schande“

Björn Höcke (Archivbild); Bildquelle: flickr/metropolico.org

Der thüringische AfD-Parteichef, Björn Höcke, hat das Berliner Holocaust-Mahnmal am Dienstag (17. Januar 2017) im Rahmen einer Rede bei der Jungen Alternative (JA) in Dresden vor 500 Hörern als „Denkmal der Schande“ bezeichnet. Höcke wörtlich:

„Wir Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“.

Deutschland könne nur eine Vision für seine Zukunft finden, wenn es wieder eine positive Beziehung zu seiner Geschichte aufbaue, sagt der 44-jährige Politiker. Deutschland befinde sich noch immer im „Gemütszustand eines total besiegten Volkes“.

Eine geschichtspolitische Einordnung der Rede und der Bezeichnung „Denkmal der Schande“ kam heute u.a. von Götz Kubitschek auf Sezession im Netz:

„Aus der Verwendung dieses Begriffes soll seit heute früh Höcke ein Strick gedreht werden. „Denkmal der Schande“ bedeutet nicht, es sei eine Schande, dass es dieses Denkmal gebe, sondern ist schlicht die Beschreibung dafür, dass die Schandtat Deutschlands in einem Denkmal dauerpräsent sei.“

Wer Höckes gestrige Rede skandalisiere, instrumentalisiere die noch immer wirkmächtige erinnerungs- und geschichtspolitische Deutungsmacht eines unter Druck geratenen politisch-medialen Komplexes, der seine Politik und sein Wirken gegen unser Volk ausgerichtet habe, so Kubitschek weiter. Die Reaktionen auf Höckes Rede würden zeigen, „wo diese Deutungsmacht ihre Risse bekommen hat oder bekommen wird.“ (jsc)

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