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Der Holocaust, Björn Höcke und der Nazi-Druide von Glienicke

von Jörg Schröder //

Geht’s Ihnen auch so? Ich habe das Gefühl, dass die BRD-Altparteien und die Mainstream-Medien den gestrigen Holocaust-Gedenktag bzw. Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) noch intensiver inszeniert und kommentiert haben als in den Jahren zuvor.

Um den Grund dafür zu verstehen, muss man sich zunächst die politische Funktion dieses Gedenkens vergegenwärtigen. Seit Jahren scheint es eben nicht nur um eine Anteilnahme am Leid der NS-Opfer zu gehen, sondern vielmehr auch darum, eine Kulisse aufzubauen, vor deren Hintergrund jegliche Infragestellung der „fortschrittlichen westlichen Werteordnung“ als „gefährlich“ gebrandmarkt werden kann: Sie sind z.B. gegen die „Integration“ von „refugees“? Das ist gefährlich und führt in letzter Konsequenz „nach Auschwitz“. Wollen Sie das? Na also. Dann lieber ganz schnell die Klappe halten!

Doch da die geheiligte „aufgeklärte Moderne“ inzwischen nicht nur durch „europäische Rechtspopulisten“, sondern in Form von Donald Trump auch durch unseren amerikanischen Demokratie-Oberlehrer daselbst in Frage gestellt wird, entpuppt sich der Versuch des linksliberalen BRD-Establishments, den Holocaust für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren zunehmend als bizarrer Rohrkrepierer. Vor diesem Hintergrund wird dann auch klar, warum die bahnbrechende und mutige Rede Björn Höckes am 17. Januar 2017 in Dresden hierzulande derart viel verzweifelte „Empörung“ auslösen konnte und sogar dazu führte, dass der „AfD-Hetzer“ gestern „aus der KZ-Gedenkstätte Buchenwald geflogen“ ist (Berliner Kurier, v. 28.01.2017, S. 3).

Man muss in diesem Zusammenhang davon ausgehen, dass das bereits angeschlagene Establishment versuchen wird, die Dosis des Schuldkultes immer weiter zu steigern. Und so war es sicher auch kein Zufall, dass zwei Tage vor dem diesjährigen Holocaust-Gedenktag ein mysteriöser Nazi-Druide aus dem Hut gezaubert wurde, der als mutmaßlicher Kopf einer rechtsterroristischen Vereinigung geplant haben soll, u.a. auch gegen „Menschen jüdischen Glaubens“ vorzugehen. Dieser krasse Nazi-Druide soll einer dpa-Meldung zufolge am Mittwoch in Glienicke bei Fürstenwalde (Oder-Spree) festgenommen worden sein. „Das Böse“ sitzt halt gleich nebenan… Schauen wir mal, welche Sau als nächste durchs Dorf getrieben wird.

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