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Neue „Inobhutnahme-Einrichtung“ in Altglienicke eröffnet – Noch immer kommen pro Monat rund 100 „alleinreisende minderjährige Flüchtlinge“ nach Berlin

Demonstration gegen Abschiebungen am 11. Februar 2017 am Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild)

BERLIN – In Kooperation mit dem Land Berlin betreibt die SozDia Stiftung Berlin ab heute in Treptow-Köpenick (Altglienicke) das sogenannte „Check In“, eine neue zentrale „Inobhutnahme-Einrichtung“ für „unbegleitete minderjährige Geflüchtete“.

Den Angaben zufolge kommen noch immer rund 100 solcher Jugendlichen pro Monat in der Hauptstadt an. Im Rahmen eines „Erst-Sceening“ gebe es Betreuungs-Kapazitäten für 50 Personen. Nach der Erstbetreuung sollen „die Jugendlichen“ in aller Regel „in für sie geeignete Settings vermittelt“ werden.

„Wir möchten in unserem Check In die in Berlin Schutz suchenden jungen Menschen willkommen heißen, ihnen vermitteln, dass es gut ist, dass sie da sind, und das wir für sie da sind. Gemeinsam mit jedem Einzelnen werden wir Wege finden, die ein realistisches Ankommen in unserer Gesellschaft ermöglichen“, erklärt Michael Heinisch, Vorstandsvorsitzender der SozDia Stiftung Berlin. (orthographischer Fehler im Original).

Dass es jedoch durchaus auch zu schwerwiegenden Problemen mit der Zielgruppe „minderjähriger Flüchtling“ kommen kann, zeigt ein aktueller vom Bremer Justizressort vorgelegter Bericht über die Situation von nordafrikanischen Häftlingen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Bremen-Oslebshausen. Nach Informationen des Bremer „Weser-Kurier“ (Ausgabe vom 7. März 2017) sei die Situation u.a. durch folgende Punkte gekennzeichnet:

Die Angehörigen der inhaftierten ethnischen Gruppen (Marokkaner, Algerien, Tunesier) zeichneten sich verstärkt durch „impulsives Auftreten“ und ein „unangemessenes, forderndes Anspruchsdenken“ aus. Festzustellen sei zudem ein „akzeptiertes Verhältnis von Gewalt als Mittel für Konfliktlösungen“. Kontakte zur Herkunftsfamilie seien spärlich. Diebstähle unter Mitgefangenen seien nichts Ungewöhnliches. Zu Problemen komme es offenbar auch durch „unklare bzw. falsche Altersangaben bei jungen Gefangenen“. Einige von ihnen machten sich jünger, als sie tatsächlich sind. (jsc)

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