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Kolloquium

Das Spreeruf-Kolloquium findet quartalsweise statt und dient der Diskussion metapolitischer Fragen. Es richtet sich als geschlossene Veranstaltung ausschließlich an Mitarbeiter, Freunde und Förderer des Projektes Spreeruf.

Die Runde ist jeweils auf maximal 10 Teilnehmer begrenzt. Bei Interesse melden Sie sich bitte per ePost an (redaktion@spreeruf.de). Die Veranstaltungen finden im LK Barnim statt (Bernau/Eberswalde). Der genaue Veranstaltungsort wird kurzfristig vor dem jeweiligen Termin mitgeteilt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende Diskussion im Anschluss an die jeweiligen Impulsreferate!

Für 2017 sind folgende Themen geplant:

 

Do 9. März / 19 Uhr

Soros, Miliband & Co.: Transatlantische Netzwerke

Im Zusammenhang mit der sogenannten „Flüchtlingskrise“ sind in den letzten Jahren auch hierzulande verstärkt internationale Netzwerken und NGOs in Erscheinung getreten. Ein Beispiel für ein solches Netzwerk ist die Initiative WINGS (Worldwide Initiatives for Grantmakers Support), die sich vordergründig für „globale Philanthropie“ einsetzt und die u.a. von der Rockefeller Foundation sowie der C&A-Foundation finanziert wird. Mit im Boot von WINGS ist auch die Berliner Amadeu Antonio Stiftung.

Wir stellen einige der wichtigsten Akteure dieser Netzwerke vor und diskutieren über die Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn die entscheidenden Voraussetzungen für spätere Entscheidungen im Politikfeld „globale Migration“ – nämlich Problemdefinition, ideologische Untermauerung, Strategievorschläge – zunehmend von internationalen Asyl-Lobbyisten „hinter den Kulissen“ erarbeiten werden.

Impulsreferat: Rolf GRADMANN / Dr. Jörg SCHRÖDER

 

Do 8. Juni / 19 Uhr:

Perspektiven einer „Agrarwende von rechts“

Ausgeräumte Landschaften, Massentierhaltung und die destruktive Logik von „Wachsen oder Weichen“: Die bäuerliche Landwirtschaft ist in Gefahr. Denn Agrarkonzerne und die Regierungen in Berlin und Brüssel treiben die Industrialisierung unserer Land- und Lebensmittelwirtschaft immer weiter voran. Vor diesem Hintergrund ist eine Agrarwende hin zu einem nachhaltigen, verträglichen Ansatz erforderlich.

Der Schutz bäuerlicher, regionaler und ökologischer Landwirtschaft ist dabei eigentlich weniger ein linkes-emanzipatorisches, sondern in erster Linie ein rechtes-identitäres Anliegen. Wir müssen begreifen, dass die Profiteure einer globalisierten Agrarindustrie dieselben Akteure sind, die das Narrativ der offenen Grenzen geschaffen haben und die für eine menschenverachtende Umsiedlungs- und Umvolkungspolitik in Europa mitverantwortlich sind.

Welche Perspektiven gibt es angesichts dieser Problematik für die Etablierung eines ökologischen Lebensstils auch auf der politischen Rechten?

Impulsreferat: Dr. Jörg SCHRÖDER

 

Do 14. September / 19 Uhr:

Zeitgeschichte: Polens verschwiegene Lager

Erfährt man heutzutage etwas über Lager, in denen eine Vielzahl von Menschen interniert waren, handelt es sich meist um die von den Nationalsozialisten betriebenen Konzentrationslager im Zeitraum von 1933 bis 1945. Damit setzt sich in der öffentlichen Wahrnehmung das Bild durch, als seien Konzentrationslager allein ein deutsches Phänomen.

Wenn von polnischen Konzentrationslagern die Rede ist, treten zumeist nur die Lager des Jahres 1945 in den Vordergrund. Diesbezüglich wird dann immer wieder die Behauptung aufgestellt, dass es sich dabei um die Folge der NS-Verbrechen handelte. Dass Polen jedoch schon in der Zwischenkriegszeit über Konzentrationslager verfügte, wird von der etablierten Geschichtswissenschaft gerne unter den Tisch gekehrt.

Impulsreferat: Rolf GRADMANN

 

Do 7. Dezember / 19 Uhr:

Zur Aktualität der Verfassungsfrage in der BRD

Als Argument für die Schaffung einer „neuen Form von Governance“ in der „europäischen Einigung“ stellte Finanzminister Wolfgang Schäuble vor einigen Jahren fest, dass „wir in Deutschland seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen sind“. Doch inzwischen zeichnet sich ab, dass ein Brüsseler Zentralstaat, der deutliche Parallelen zur untergegangenen Sowjetunion aufweist, von immer mehr Europäern abgelehnt wird. Gerade in Deutschland erscheint vor diesem Hintergrund die Verfassungsfrage erneut auf der Tagesordnung.

Ist es möglich über eine Verfassungsreform die Souveränität des deutschen Volkes wieder herzustellen? Oder sollte sogar die Frage der Ablösung des Grundgesetzes aufgeworfen werden, wozu dieses mit seinem Schlussartikel 146 GG zur Gewinnung der Souveränität des Volkes selbst anhält?

Impulsreferat: NN